„Ab ins Grüna“ – Die Biologie-Exkursion

Donnerstag der 4. Mai 2017, Zusammenfassung des Tages und Fazit

Endlich war nun der Tag der Exkursion gekommen, an welchen wir uns zunächst mit absoluter Null- Bock Einstellung, bei drüben Wetter und eher kühleren Temperaturen trafen.

Treffpunkt Zimmer 214 – und es ging los.

Immerhin kam einer mit bester Laune ins Zimmer spaziert: Unser Lehrer und Exkursionsleiter Herr Saul! Seine Meinung: “Fantastisches Wetter um zu forschen.“ Bestimmte Gruppen, wie Team Fließgewässer oder Team Stillgewässer, bekamen noch einige Messgeräte in die Hand gedrückt und schon ging es los!

Herr Saul, bestes Vorbild, verwechselte nach Verlassen des Schulgeländes gleich mal die rote Fußgängerampel mit der grünen. Naja – passiert jedem Mal. Nach 3 Minuten gehen machten wir schon den ersten Halt. Wir standen oben auf der Kuppe und der Wind war eher zu kalt als erfrischend. So ist das eben, wenn man schon in der Früh die Natur erkundet. Herr Saul war eindeutig in seinem Element: Er zeigte und erzählte uns etwas über die Pflanzen, wie zum Beispiel den Raps oder die Schafgarbe. Auf jeden Fall interessanter als einfach nur ein Bild mit etwas Untertext in einem Buch.

Frische Luft gegen müde Laune

Nach gefühlten Stunden ging es dann weiter mit unserer Tour durch Grüna. Der nächste Halt ließ nicht lang auf sich warten und Herr Saul legte wieder los: Vogelbeere, Sauerampfer, Butterblume zum Vergiften, Weide, Birke und vieles mehr über was wir nun besser Bescheid wissen. Wir lernten sehr viel an diesem Tag kennen.

Paulines und meine Aufgabe bestand darin, aus zwei Teichen Wasserproben zu entnehmen. Ich mit meinen Gummistiefeln in das Wasser, um natürlich an die besten Stellen zu gelangen. Pauline kippte als erste Amtshandlung das Wasserprobenglas um und wir durften wieder von vorn anfangen. Naja, passiert. Es war nur eines der gefühlt unendlichen Missgeschicke, die uns an diesem Tag passierten.

Unerwartete Begegnungen

Aber es gab auch spannende Unterhaltungen, wie beispielsweise auf dem Rückweg zu den anderen. Nahe dem Teich sahen wir irgendetwas Schwarzes, was man absolut nicht definieren konnte. Hier ein Auszug aus unserer spannenden Unterhaltung:

Ich: “Ihh Pauline, was ist denn das Schwarze dort?“

Pauline: “Nichts, sieht aus wie Auswurf von einem Tier.“

Ich: “Meinst du wirklich?“

Pauline: “Nein doch nicht. Schaut aus wie ein Tier.“

Ich: “Herr Saul! Ist das ein Tier?“

Herr Saul: “Ja aber natürlich. Sie haben da einen Salamander gefunden, ist mir auch noch nie auf so einer Exkursion unter die Augen gekommen. Sehen Sie, es passiert selbst hier immer etwas Neues.“

Pauline musste das direkt wieder festhalten, sodass wir diese Situation ganz genau nacherzählen können.

Viel erlebt und mehr zu erzählen

Und dann ging es aber wirklich zurück zur Klasse. Nach gut dreiviertel der Strecke legten wir eine kleine Pause an einer Hütte ein. Nach etwa 5 Minuten sollte es auch schon weitergehen. Herr Saul meinte, dass jetzt eher der unangenehmste Teil der Exkursion käme und wir bitte quieken und schreien verhindern sollten. Wegen den Tieren – achso… Das klappte natürlich sehr gut bei uns Mädchen. Aller 2 Minuten bleiben wir gefühlt stehen und hatten etwas zu staunen. So stapften wir eine halbe Stunde durch hohes Gras und überwanden tausende Äste, die einem ins Gesicht klatschten und Himbeersträucher, an denen jeder stolperte. Da das Beste bekanntlich zum Schluss kommt, gab es noch einen Bach zu überwinden. Doch auch diese Hürde haben wir natürlich ohne Verletzungen überstanden!

Weiter ging es dann durch eine Kleingartenanlage, Richtung FORTIS. Pauline und ich mussten ein letztes Mal eine Wasserprobe entnehmen. Unsere Klassenkameradin Marie zeigt, dass sie echt gut mit dem Kescher umgehen kann, holte Kaulquappen und Wasserläufer damit aus dem Wasser. Die letzte Station war nun also auch abgehakt und es konnte nun endlich wieder in die Schule zurückgehen.

Bärenhunger – auch wenn wir diese nicht gefunden haben

Pünktlich 12:30 Uhr stand die Exkursionsgruppe in der Kantine und alle holten sich eine extra große Portion Nudeln oder Lasagne. Nach dieser vierstündigen Wanderung hatten wir großen Hunger. Um 13.00 Uhr, nachdem sich alle gestärkt hatten, ging es in die Gruppen und die Auswertungen konnten beginnen. Pauline und ich bauten die Mikroskope auf und alle waren fasziniert, wie eine Alltagsfliegenlarve oder eine Kaulquappe darunter so ausschauten. Marie-Louise setzte sich sehr für die Tiere ein, sodass sie auf keinen Fall sterben. Am Nachmittag gegen 15:45 Uhr war dann Schluss und ein anstrengender, aber erfolgreicher Tag war zu Ende!

Unser Fazit: Gerne wieder!

Wie oben schon gesagt: Am Anfang des Tages war unsere Stimmung erst auf dem Tiefpunkt. Aber als wir dann ein Stück unterwegs waren, gab es ziemlich viel zu lachen. Auch die vielen Stationen waren gut, denn ich glaube, dass wirklich jeder aus der Klasse etwas von diesem Tag mitnehmen konnte. Es wird sich immer aufgeregt, dass wir jeden Tag den gleichen Schulkram machen müssen und diese Exkursion war eine Abwechslung zum eigentlichen Schulalltag. Pauline und ich können sagen, dass es ein überraschend gelungener und spaßiger Tag war, mit vielen neuen Erkenntnissen und einem weiteren Erlebnis zusammen mit unserer Klasse!

Ein Beitrag von Pauline und Marie – Schülerinnen des beruflichen Gymnasiums