Die Schulbank war zu unbequem zum Schlafen

Nach jahrelangem Büffeln, ereignisreichen Ausflügen und abgeschrieben Hausaufgaben endet nun für viele unserer Schüler das Abenteuer FORTIS. Wie die Vorbereitungen auf die letzte Prüfung verlief und wie die Anspannung langsam abfällt erzählt uns der (fast ehemalige) Odin Haller.

Hallo Odin, schön, dass du dir Zeit nimmst so direkt nach deiner letzten Prüfung. Wie genau hast du dich auf diese vorbereitet und glaubst du (jetzt nachher) das war die richtige Heransgehensweise?

Mir haben vor allem kleine Lerngruppen geholfen. Diese sollten nicht zu groß sein, da das Quatschrisiko sonst zu hoch wäre. Ansonsten kann ich auf die Prüfungsfächer bezogen noch folgende Tipps geben: Für Deutsch ist es wirklich (!!!) sinnvoll sich die Aufsatzeinleitungen für die Pflichtlektüren schon vorher anzufertigen. Für Gesundheit und Soziales sollte man die grundlegenden Kenntnisse von Theorien und Definitionen auf dem Kasten haben. Und für die Fremdsprachen müsst ihr unbedingt auf die themenbezogenen Vokabeln und Redewendungen lernen … Ach, und bei Mathematik und den Naturwissenschaften kann ich nur raten: Betet. Betet, und hofft auf ein Wunder 😉

Besonders geholfen haben im Grunde nur der nahende Druck und Extraliteratur. Was jetzt wie das „Strebern“ auf hohem Niveau und nach Zeitverschwendung klingt, ist eigentlich gar nicht so dumm. Manchmal erkennt man erst dadurch ganz viele Zusammenhänge, die einem vorher gar nicht so bewusst waren. Ich würde beim nächsten Mal einfach viel eher anfangen, das war bei einigen Fächern vielleicht doch „etwas“ kurzfristig.

Und der beste Tipp: Ich kann nur empfehlen WÄHREND der Unterrichtszeit aufzupassen und mitzudenken. Somit ist die halbe Miete schon rein.

ENDLICH – letzte Prüfung vorbei! Auf den Moment freut man sich das ganze Jahr – worauf freust du dich nach diesem Moment?

Ich kann jetzt endlich Serien schauen, schlafen und Freunde treffen… auch ohne schlechtes Gewissen.

Das klingt nach dem perfekten Ferienplan, aber wie geht es für dich weiter?
Wenn alles gut geht und der NC sowie das phoniatrische Gutachten ein OK geben, werde ich in Leipzig das Lehramtsstudium beginnen. Am liebsten die berüchtigte Allerweltskombination Deutsch-Geschichte. Viele meiner Klassenkameraden machen ja ein Auslandsjahr und verkrümeln sich nach Australien, England und Kanada. Darum beneide ich sie schon ein bisschen, aber irgendwie möchte ich einfach keine Zeit mehr verlieren. Das Reisen ist mir ja auch später noch möglich.

Sommer, Strand und Sonnenschein ODER Bretter, Piste, Apres Ski? Und warum?

Sex, Drugs and Rock’n’Roll ist vermutlich nicht so jugendfrei. Ist es schlimm, wenn ich das jetzt trotzdem gesagt habe? Ansonsten wähle ich Sommer, Strand und Sonnenschein. Erholung und Entspannung sind immer gut. Die Schulbank war sowieso zu unbequem zum Schlafen 😉

Odin, hab vielen Dank und lass von dir hören. Alles Gute!